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Das Wahl-ABC 2017

Autor: Christian Tönsmann / Kategorie: Post aus München / 17. September 2017

Heute in einer Woche wird gewählt. Der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung liegt daher ein Special zur Bundestagswahl 2017 bei, in dem zum einen Kandidaten vorgestellt werden, die zum ersten Mal antreten und zum anderen gibt es ein ABC der Wahl – von A wie Ausschließeritis bis Z wie Zweifel. Die illustrierten Buchstaben hat Steffen Mackert auf Basis der SZ-Serif geschnitzt. Steffen kenne ich schon seit meiner Zeit bei Mutabor Design und er ist ein Virtuose am Vektorpfad (siehe auch Johannes Beitrag aus dem März). Aber genug des Prologs, unten das ABC und hier geht’s lang zur digitalen Version der Beilage.

Auschließeritis / Bots / Cyber-Attacken

Deutschtürken-Referendum / En Marche / Fake News

Große Koalition / Handelsbilanz / Islam

Jugend spricht / Klima / Leitkultur

Macht / No-Go-Areas / Obergrenze

Populismus

Qualifizierung / Regionalpartei / Schulz-Effekt

Transgender / Umfragen / Videoüberwachung

Windräder / X (Mach Dein Kreuz) / Y (Das polizeiliche Kennzeichen der Bundeswehr)

Zweifel

Praktikum zu vergeben

Autor: Henning Skibbe / Kategorie: Allgemein / 2. August 2017

parktikant gesucht

ErlerSkibbeTönsmann ist eine Agentur für Markenkommunikation und Design in Hamburg. Wir entwickeln und gestalten für Unternehmen, Institutionen und Verlage. Digital und analog. Zu den aktuellen Kunden gehören die Süddeutsche Zeitung, die norwegische Wochenzeitung Morgenbladet, das Versandhaus OTTO, das Theater Bremen, das Staatsschauspiel Dresden und der Suhrkamp Verlag.

Ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine/n Praktikant/in mit fortgeschrittenem Grafikdesignstudium. Überdurchschnittliche gestalterische Fähigkeiten offline als auch online sind für uns essentiell. Wir bieten eine anspruchsvolle und vielschichtige Tätigkeit für angesehene Kunden. Wer also Lust hat mit unserem Team im schönen Hamburg zu arbeiten, schicke ein aussagekräftiges PDF mit Arbeitsproben an Henning Skibbe:
skibbe@est-agentur.de

Tschüß Dresden!

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Allgemein / 9. Juni 2017

Schon 2009 begann die großartige Zusammenarbeit mit dem Staatsschauspiel Dresden, zunächst unter der Intendanz von Wilfried Schulz. Das vielfach preisgekrönte Erscheinungsbild mit den zwei gelben Streifen trug Schulz und sein Team über die folgenden sieben Jahre, bis Schulz 2016 an das Düsseldorfer Schauspielhaus ging, es – wieder mit unserer Hilfe – kurzerhand in D’haus umbenannte und seitdem dort erfolgreich Theater macht.

In Dresden entstand ein einjähriges Intendanten-Vakuum, dass der Interims-Intendant Jürgen Reitzler gemeinsam mit der Dramaturgin Beate Heine zu einem vielbedachten Intermezzo nutzte.

Also brauchte diese Spielzeit auch ein Interims-Erscheinungsbild 16_17, das von einem Spielzeitbuch und einem Abschlussbuch eingerahmt wurde.

Und jetzt geht diese Ära also endgültig zu Ende und wir sagen »Tschüß Dresden«!

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Typo Berlin 2017

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Bureau / 28. Mai 2017

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Ganz neue und ganz tolle Erfahrung: einmal Moderator sein! Seit 22 Jahren gibt es die Typo Berlin, die mittlerweile größte Designkonferenz Europas. Und in diesem Jahr habe ich sie zum ersten Mal moderiert. Das war anstrengend, interessant, lustig und manchmal sogar bewegend.

1998 war übrigens mein erstes Jahr als Sprecher auf der Typo Berlin. Sozusagen 20jähriges Bühnenjubiläum diesmal also. Und diesen ersten Auftritt werde ich nie vergessen.

ich war kurzfristig gefragt worden, für einen ausgefallenen Sprecher einzuspringen, hatte sofort zugesagt und musste dann sehr schnell einen Vortrag auf die Beine stellen. An den kann ich mich kaum noch erinnern. An den ersten Moment auf der Bühne allerdings ziemlich gut. Denn ich wurde als Sprecher direkt nach der Keynote ziemlich ins Wasser geschupst. Und das war eiskalt.

Die Keynote kam von Bazon Brock, dem berühmten Design-Theoretiker, der wortgewaltig und ausführlich über ein Thema sprach, an das ich mich ebenfalls nicht mehr erinnere und nur noch weiß, dass ich angesichts dieser Wortkannonade immer tiefer in meinen Sitz rutschte.

Als Brock fertig war und reichlich Applaus bekommen hatte, musste ich raus auf die große, ziemlich nackte Bühne. 1.500 Menschen im Saal. Grelles Licht von vorn.

Da stand ich also im Scheinwerferlicht hinter dem Rednerpult, an das ich mich sofort klammerte, bis meine Fingerknöchel weh taten und dann passierte folgendes:

Ich löste mich sozusagen aus mir selbst heraus, stand also plötzlich regelrecht neben mir, verschränkte die Arme vor der Brust und rief mir, der ich immer nach am Rednerpult klebte, zu:

»So Johannes! Und jetzt liefer mal schön ab!«

Anschließend sah ich mir selbst dabei zu, wie ich unterging. Scheiterte an meinen eigenen Erwartungshaltungen. Scheiterte auch an diesem Publikum, das bis heute sehr anspruchsvoll ist und auch gern mal mitten im Vortrag den Saal verlässt. Und die ganze Zeit hörte ich mich wie von weit her und mit ganz viel Echo reden. Es dauerte ewig. Ich war fix und fertig.

Immerhin hat es die Typo anschließend nicht davon abgehalten, mich immer wieder als Sprecher einzuladen. Ich war sechs oder sieben Mal dort. Und im letzten Jahr kam dann die Einladung zur Moderation.

Gestern Abend bin ich von Type-Chef Jürgen Siebert gefragt worden, ob ich es im nächsten Jahr wieder machen möchte. Ich glaube, ich mach das.

Das Foto, das das Typo-Team zum Abschluss auf der Bühne zeigt, machte der Superfotograf Norman Posselt.

Pulitzer-Preis versilbert

Autor: Christian Tönsmann / Kategorie: Post aus München / 15. Mai 2017

Wir freuen uns über drei Nägel für die Süddeutsche Zeitung beim ADC 2017. Die kurz zuvor mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Investigativ-Recherche Panama Papers wurde in der Kategorie Zeitung/Beitrag mit einem silbernen Nagel bedacht. Die Panama Papers waren das größte Investigativ-Projekt in der Geschichte der Süddeutschen Zeitung: Eine anonyme Quelle, die sich selbst „John Doe“ nannte, hat der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca zugespielt. In diesem riesigen Datenhaufen recherchierten rund 400 Investigativ-Reporter aus mehr als 80 Ländern, von mehr als 110 Medien, koordiniert von der SZ und dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) in Washington. Die Recherchen zeigten, dass Mossack Fonseca nicht nur Premierministern und Diktatoren geholfen hat, ihre Gelder zu verstecken, sondern auch Drogenkartellen, Mafiaclans, Betrügern, Waffendealern und Regimen wie Nordkorea oder Iran. Die prägnanten Illustrationen für die Panama Papers hat der Leipziger Illustrator Peter M. Hoffmann gezeichnet.

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Zwei bronzene Nägel gingen an SZ-Langstrecke. Je in den Kategorien Magazin/Jahrgang und Illustration. Die Titelillustrationen der vier Ausgaben aus dem letzten Jahr stammen vom spanischen Illustratoren-Duo Brosmind. Juan und Alejandro Mingarro sind Brüder und leben und arbeiten seit 2006 in Barcelona. Dort habe ich sie vor einigen Jahren kennengelernt und mit dem zweiten Jahrgang von Langstrecke ergab sich eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Für die vier Ausgaben von Langstrecke haben Brosmind eine amorphe Figur entwickelt, die sich leicht verändert über alle Ausgaben zieht und eine Projektionsfläche für die sechs Titelthemen ist.

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